Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

Richter, Isabel;

Hochverratsprozesse als Herrschaftspraxis im Nationalsozialismus



Männer und Frauen vor dem Volksgerichtshof 1934-1939
(Theorie und Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft Band 19)

2001 - 267 S. - € 29,80
ISBN: 978-3-89691-119-3

VERGRIFFEN

"Ihr Verdienst liegt darin, die immer noch ausgeblendeten geschlechtsspezifischen Aspekte der sozialen Wirklichkeit präzise in den Blick genommen zu haben. (...) "Richters Untersuchung bereichert die Forschung, weil sie vor allem die geschlechtsspezifischen Denkmuster der Prozessbeteiligten durch ihr diskursanalytisches Vorgehen genau in den Blick nimmt und somit die Justizakten jenseits jurustischer Überlegungen zu analysieren versteht."
Bernward Dörner Archiv für Sozialgeschichte 42

Mit dem Stichwort Volksgerichtshof werden bis heute vor allem Roland Freisler, die Prozesse gegen die Männer vom 20. Juli 1944 und die Studentengruppe "Weiße Rose" verbunden. Nahezu unbekannt ist, dass vor dem Zweiten Weltkrieg fast ausnahmslos Männer und Frauen aus dem gesamten Spektrum des linken Widerstands in Hochverratsprozessen vor Gericht standen. Diese Prozesse untersucht Isabel Richter. Eine alltags- und geschlechtergeschichtliche Perspektive auf diese politischen Gerichtsverfahren macht nicht nur die nationalsozialistische Strukturierung von Herrschafts- und Gewaltverhältnissen sichtbar, sie zeigt alle an den Prozessen Beteiligten als Handelnde, die aus höchst unterschiedlichen Gründen handeln bzw. sich verhalten und damit die Verhältnisse, mit denen sie konfrontiert sind, bestätigen oder in Frage stellen.



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