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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Der Kapitalismus benötigt zu seinem reibungslosen Ablauf ein funktionierendes Rechtssystem, doch werden rechtliche Normen immer wieder gebrochen - und zwar nicht als Ausnahme. Dies beginnt beim Bruch tarifvertraglicher Regelungen, geht über Steuerhinterziehungen und Korruption bis zur Geldwäsche. "Legale" und "illegale" Ökonomie sind vielfach ineinander verwoben und im Zuge der Globalisierungsprozesse nimmt die Mixtur noch weiter zu. In einigen Weltgegenden spielen die illegalen Bereiche längst eine größere Rolle als die legalen, kooperieren transnationale Konzerne mit privaten Söldnerarmeen und kriminellen Banden. Die mit Drogen-, Menschen- und (illegalem) Waffenhandel verdienten Schwarzgelder, die mittels legaler Unternehmen in den formellen Geldkreislauf zurückgeschleust werden, haben längst einen Umfang erreicht, der sie zu einer ökonomisch relevanten Größe macht. Die Verbindung von Kapitalismus und Kriminalität ist keineswegs ein Überbleibsel unentwickelter Verhältnise, sie charakterisiert auch die "modernsten" Tendenzen des globalen Kapitalismus.