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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Mit dem Ende des Kalten Krieges erscheint ein möglicher atomarer Schlagabtausch der Su-permächte unwahrscheinlicher denn je, trotzdem sind die Zeiten alles andere als friedlicher geworden: mit dem Kosovokrieg gab es in den 90er Jahren zum ersten Mal seit dem Ende des zweiten Weltkrieges wieder militärische Auseinandersetzungen zwischen europäischen Staaten. Und der Krieg in Tschetschenien markiert eine neue Stufe innerstaatlicher Kriegführung. Auch der zweite Golfkrieg 1991 sowie der Krieg in Afghanistan zeigen: Die nach dem Ende der Sowjetunion entstandene "Neue Weltordnung" kennt jede Menge "neuer" Kriege. In diesen spielen zunehmend "neue Waffen" eine entscheidende Rolle. Allerdings bleibt der Einsatz dieser "intelligenten" Waffen den reichen Ländern des Westens vorbehalten; die Habenichtse dieser Welt müssen sich nach wie vor mit einfachen Kleinwaffen und Landminen massakrieren, die unter anderem von den mittelständischen Industrien Westeuropas hergestellt werden. Das Knäuel von Technologie, Rüstungsindustrie, neuen Militärstrategien und staatlicher Politik soll in diesem Heft auf verschiedenen Ebenen angegangen werden.