Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

PROKLA;

143: Die Killing Fields des Kapitalismus




2006 - 156 S. - € 12,00
ISBN: 978-3-89691-343-2



Die "Killing Fields" des Pol Pot Regimes in Kambodscha wurden zum Symbol eines menschenverachtenden Systems, das sich selbst als kommunistisch bezeichnete. Die kapitalistisch produzierten Killing Fields und die Grenzen einer Zivilisierung des Kapitalismus sind Thema von PROKLA 143. Hungerkatastrophen in Afrika - scheinbar das Resultat von Dürre und schlechten Böden - haben auch etwas mit vernichteter lokaler Landwirtschaft zu tun, was Folge der Überschwemmung mit subventionierten Produkten aus der EU und den USA ist. Die hohen Opferzahlen von "Katrina" - scheinbar die Folge eines gewaltigen Hurrikans - hängen auch mit einer durch Rassismus geprägten Stadtstruktur und einer politisch gewollten Austrocknung des Katastrophenschutzes zusammen. Nicht zuletzt war die "Naturgewalt" selbst zumindest in Teilen Produkt kapitalistischer Entwicklung: insofern sie durch den Klimawandel als Folge einer auf der Verwendung fossiler Energien fußenden kapitalistischen Produktionsweise verursacht wird. Seine Killing Fields produziert der weltweite Kapitalismus aber zuweilen auch ganz direkt, etwa bei durchaus vermeidbaren "Unfällen" wie dem in Bhopal (Indien), dem Tausende zum Opfer fielen und dessen juristische Aufarbeitung nach wie vor verschleppt wird.

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