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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Tiefgreifende Krisen sind Phasen, in denen sich die jeweilige historische Gestalt der kapitalistischen Produktionsweise wandelt. Bislang erfuhr v.a. die staatliche Politik eine Aufwertung: Galt sie innerhalb des neoliberalen Diskurses der vergangenen Jahre gleichermaßen als unfähig (da der Markt alles besser könne) wie auch ohnmächtig (angesichts der Globalisierung bliebe den Nationalstaaten sowieso keine Eingriffsmöglichkeit mehr), so wird nun von allen Seiten nach dem Staat als Retter in der Not gerufen.
PROKLA 157 diskutiert vor diesem Hintergrund die drängendsten Fragen: Wird sich das Verhältnis von Politik und Ökonomie nachhaltig verändern? Werden wir erneut einen „regulierten“ Kapitalismus erleben? Wem nützt er? Und wer trägt die gewaltigen Kosten der Krisenbewältigung? Es wird gerade auf internationaler Ebene Gewinner und Verlierer geben, die relative Stärke kapitalistischer Ökonomien wird sich verändern, weltpolitische Verschiebungen werden sich abzeichnen.
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