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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Lateinamerika gilt als ein vermeintlich religiös einheitlicher Kontinent.. Das Stereotyp vom Che-Guevara-Porträt neben dem Heiligenbildchen schien die gesellschaftliche Allmacht der katholischen Kirche angemessen wiederzugeben. Aber auch hier finden soziale Umwälzungen ihren Ausdruck in Konflikten oder der Konkurrenz zwischen religiösen Gemeinschaften. Band Nr. 26 der Reihe "Jahrbuch Lateinamerika" entfaltet ein überraschend breites Panorama vielfältiger Glaubensrichtungen, nicht nur innerhalb der katholischen Kirche, sondern auch unter protestantischen "Sekten" und islamischen Gruppierungen und untersucht ihr Verhältnis zu gesellschaftlicher Macht. In dieser Konkurrenz der Ideologien müssen auch indianische religiöse Traditionen ihre Anpassungs- und Veränderungsfähigkeit beweisen.