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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Scharenberg, Albert; Schmidtke, Oliver (Hrsg.);
Der "Sachzwang Globalisierung" dokumentiert einen weit reichenden Strukturwandel des Politischen: Ausgehend von dieser zentralen Hypothese interpretieren die AutorInnen des Sammelbandes die Veränderungen in Wirtschaft und Politik, die auf fundamentale Weise unser Verständnis über die Reichweite (national-)staatlicher Politik und Strukturen politischer Legitimation in Frage stellen. Wie verändern sich die politischen Entscheidungsstrukturen durch die Entgrenzung der Politik? Was bedeutet dies für die Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen? Welchen Veränderungen unterliegen kollektive Identität und kollektives Handeln unter den Bedingungen der Denationalisierung? Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der Beiträge, einen Begriff der Natur und Reichweite der ökonomischen und sozio-politischen Veränderungen zu gewinnen, die Prozesse der Globalisierung begleiten. Im Mittelpunkt steht die Frage nach Handlungsformen und -arenen von emanzipatorischer Politik: Wenn die Selbstbeschränkung der Politik nicht alternativlos ist, müssen Kritik und Konzepte von Politik neu formuliert werden.
Es schreiben: Suzanne Bergeron, Ulrich Brand, Thomas Greven, Kurt Hübner, Roger Keil und Neil Brenner, Reinhart Kößler und Henning Melber, Sabine Lang, Peter Marcuse, Margit Meyer, Wolf-Dieter Narr, Birgit Sauer, Susanne Schunter-Kleemann, Christa Wichterich.
"Gegen die weit verbreitete, oft fatalistische Rede vom 'Sachzwang Weltmarkt' setzen die Autoren eine wohltuend analytische Auseinandersetzung über Form und Gestaltbarkeit von Politik in den gegenwärtigen Macht- und Herrschaftsverhältnissen ...
Dieser Sammelband unterscheidet sich von vielen anderen durch sorgfältige Edition und hohe inhaltliche wie theroetische Integration der" der Beiträge, die im ständigen Bezug auf emanzipatorische Praxis Alternativen zur herrschenden gesellschaftspolitischen Eindimensionalität aufzeigen. Insofern ist das Fragezeichen im Titel gut gesetzt."
Stefanie Ehmsen DAS ARGUMENT 262/2005