Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

Cho, Hyekyung;

Chinas langer Marsch in den Kapitalismus




2005 - 359 S. - € 29,90
ISBN: 978-3-89691-621-1

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Seit Einführung der Reform- und Öffnungspolitik 1979/80 befindet sich die chinesische Gesellschaft im Prozess einer revolutionsartigen Umwälzung, der als eine kapitalistische Revolution von oben bezeichnet werden kann. Der erfolgreiche Durchlauf der kapitalistischen Revolution ist von einer gewaltigen Wachstumsdynamik begleitet, die dem Land das Etikett einer neuen Weltwirtschaftsmacht eingebracht hat.
Entgegen den Theorien der Anhänger von freier Marktwirtschaft geht der ökonomische Aufstieg der VR China auf die staatliche Regulierung des Wachstumsprozesses zurück. Hyekyung Cho beschreibt den chinesischen Wachstumsprozess in doppelter Prägung von marktwirtschaftlicher Transformation und nachholender Industrialisierung und geht der Frage nach, wie der Staat den gesamten Ablauf des Reformprozesses steuert, mit welchen Kosten der Systemwandel verbunden war, und wie es der KP China gelungen ist, die Untergrabung der im Antikapitalismus verwurzelten Herrschaftslegitimation zu überstehen?

"Das Buch spricht Wirtschaftswissenschaftler und Politikwissenschaftler gleichermaßen an. Dabei dürfte für Wirtschaftswissenschaftler und Entwicklungsökonomen v.a. der erste Teil von Interesse sein, der die Frage nach dem 'Einfluss' des Entwicklungsstaates stellt. Für Politikwissenschaftler wird v.a. der zweite Teil interessant sein, der in anschaulicher Weise den Spagat zwischen ideologischem Anspruch der KPCh und (wirtschaftlicher) Realität Chinas ausleuchtet."
Michael Geiger ASIEN



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