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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Noch heute erhalten Frauen für die gleiche Leistung etwa 30 Prozent weniger Gehalt als Männer. Dennoch ist im Prinzip unbestritten "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!". Soo-Hyun Mun analysiert in ihrer Studie anhand der Debatten über Lohngleichheit das Ringen um Veränderung bzw. Bewahrung der traditionellen Geschlechterordnung in der westdeutschen Gesellschaft. Dabei geht sie der Frage nach, wie die Idee der Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen zum Gegenstand öffentlicher Diskurse und politischen Handelns werden konnte und wie die Lohngleichheit normativ, rechtlich und praktisch in Betrieben durchgesetzt wurde. Die Arbeit beginnt mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und endet kurz nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts im Jahr 1955, das Tarifverträge mit einem Frauenabschlag für verfassungswidrig erklärte.