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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Wer fühlt sich schon sicher in Lateinamerika? Private Wachdienste schützen diejenigen, die es sich leisten können, Vertrauen in staatlich organisierte Sicherheit gibt es kaum. Andernorts ist der Staat ohnehin abwesend, muss ein sicheres Leben selbst organisiert werden. Das Jahrbuch Lateinamerika beleuchtet die Privatisierung von Sicherheit ebenso wie neue Mobilisierungen für "Null Toleranz" in den lateinamerikanischen Metropolen oder Jugendbanden in Mittelamerika als Ausdruck krimineller und kriminalisierter Jugendkulturen. Es diskutiert Frauenmorde als Skandal öffentlicher Sicherheit, paramilitärische "Ordnungskräfte" und Diskurspolitiken um "Grenzsicherung". Zudem beschäftigt es sich mit alternativen Sicherheitsstrategien wie etwa Konzepten juristischer Selbstverwaltung oder community policing.
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