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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

In den 1920er Jahren wendete sich unter dem Titel "Die Schwarze Schmach" eine von Deutschland ausgehende, internationale Kampagne gegen den Einsatz französischer Kolonialtruppen während der Alliierten Rheinlandbesatzung. Iris Wigger untersucht in ihrer Studie die rassistische Logik dieser Kampagne. Dafür analysiert sie wie Rasse, Nation, Geschlecht und Klasse als Kategorien sozialer Integration und Ausgrenzung in der gesellschaftlichen Konstruktion "Schwarze Schmach" ineinander greifen und als sich ergänzende Diskriminierungszusammenhänge ein rassistisches Konglomerat bilden.
"Wichtigstes Verdienst Wiggers bleibt es gezeigt zu haben, dass die 'Schwarze-Schmach'-Kampagne keineswegs nur über die Kategorie 'Rasse' funktionierte, sondern dass die sozialen Ungleichheitsdistinktionen 'Rasse', 'Nation', 'Klasse' und 'Geschlecht' unentwegt ineinander übergriffen und sich auch gegenseitig substituieren konnten."
Stefanie Michels H-Soz-u-Kult
Rezension aus www.qantara.de