Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT

Görg, Christoph;

Gesellschaftliche Naturverhältnisse



(Einstiege Band 7)

1999 - 198 S. - € 15,30
ISBN: 978-3-89691-693-8



Natur ist uns zum Problem geworden, und dies gleich in doppelter Weise. Parallel zur Sensibilisierung für die Störanfälligkeit der Beziehungen zu unserer natürlichen Umwelt hat sich bei vielen die Überzeugung durchgesetzt, daß es Natur als eine sichere Grundlage und als Maßstab für menschliches Handeln nicht (mehr) gibt. In einem Streifzug durch die Geschichte der Soziologie vollzieht Christoph Görg die zunehmende "Naturfreiheit" ihrer Grundbegriffe, ihrer Gesellschafts- und Handlungsbegriffe wie ihrer Entwicklungsvorstellungen nach. Schlaglichtartig zeigt er an den verschiedenen Gesellschaftstheorien auf, wie Gesellschafts- und Naturbegriffe jeweils aufeinander verweisen. Als Folge der Ökologieproblematik erwachte die Aufmerksamkeit für gesellschaftliche Naturverhältnisse in den Sozialwissenschaften in den letzten Jahren neu. Begann jene doch, das Selbst- und das Gesellschaftsverständnis der Sozialwissenschaften grundlegend in Frage zu stellen. Ausgehend von den expliziten und impliziten Naturverhältnissen in verschiedenen Gesellschaftstheorien will der vorliegende "Einstieg" die heutigen Kontroversen zwischen Naturalismus und Kulturalismus bzw. zwischen Biozentrismus und Soziozentrismus verstehbar machen.



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