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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

In den Staaten des Nordens werden Sozialleistungen und Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates, die in der Phase des fordistischen Kapitalismus der Nachkriegszeit von starken Gewerkschaften und sozialdemokratischen Kräften ausgehandelt wurden, systematisch abgebaut. Demgegenüber machen sich in den Staaten des Südens – angesichts wachsender sozialer Ungleichheit und neuer Armutsformen – die ILO und prominente Stimmen der Weltbank für die Einführung einer Grundsicherungspolitik stark. Das Prinzip der Zielgruppenorientierung und Bedürftigkeit (targeting) wird in der Entwicklungspolitik zunehmend durch eine Rückbesinnung auf universalistische Prinzipien in sozialpolitischen Maßnahmen abgelöst. Kritische Stimmen sehen darin keineswegs eine Revision der neoliberalen Grundprinzipien, sondern vielmehr Unterstützungs- und Entlastungsmaßnahmen für die krisenhaften Märkte. Diesem breiten Spektrum von Sozialpolitik widmet sich die PERIPHERIE 114/115.
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