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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Geschlechterverhältnisse stehen seit einiger Zeit explizit im Mittelpunkt gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Dabei dienen sie zum einen als Symbol für einen bestimmten Standpunkt in der Debatte um Entwicklung und Modernisierung von Gesellschaften des Südens; zum anderen sind sie selbst Gegenstand dieser Aushandlungsprozesse. Darüber hinaus adressieren Geschlechterpolitiken oftmals auch andere Formen gesellschaftlicher Unterdrückung und sind in spezifischen Machtfeldern verortet. Vor diesem Hintergrund geht es im Heft unter anderem um die Rekonfiguration von Geschlechterarrangements unter Globalisierungs- und Krisendruck, Lokalisierung globaler und nationaler Geschlechterpolitiken, Neuaushandlung von Geschlechterarrangements in Demokratisierungsprozessen, Gender und Identitätspolitiken, Neuordnung von Geschlechterverhältnissen durch und nach gewaltförmigen Konflikten und um Ethnisierung von Geschlechterpolitiken.
Es schreiben u.a. Rita Schäfer, Ulrike Schultz, Christa Wichterich und Gabi Zdunnek.