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Beiträge zur religiösen Praxis, Kultur und Ideologie
(Einstiege. Grundbegriffe der Sozialphilosophie und Gesellschaftstheorie Band 24)

Hanns Wienold ISBN: 978-3-89691-099-8 184 Seiten Preis: 16,00 € Erschienen: 2017
In den Mega-Städten des globalen Nordens wie des Südens (New York, Lagos, Delhi oder Tokio) blühen in der globalisierten Gegenwart nebeneinander hunderte oder tausende religiöser Vergemeinschaftungen unterschiedlicher regionaler Herkunft, Tradition und ritueller Praxis, die Bindungen zwischen ihren Mitgliedern vor Ort stiften und ihre körperlichen und spirituellen Interessen nach Heilung und Heil bedienen. Aber auch die traditionellen und neuen Großkirchen katholischer, evangelikaler oder pfingstlerischer Provenienz, Tempelorganisationen und Moscheegemeinschaften produzieren religiöse Gemeinschaft und verwandeln Religion in mediale Ereignisse und Kommerz.

Gesetzt auf wichtige religionssoziologische Ansätze u.a. von Pierre Bourdieu, Clifford Geertz, Marcel Mauss und Max Weber untersucht der Band die Wirkungsweisen religiöser Symbolik, die rituelle Einübung in Glauben und Frömmigkeit, die „Ökonomie der Heilsgüter“ und die Auseinandersetzungen zwischen religiöser Macht und popularer Religion. „Religion“ erweist sich so als umkämpfter Begriff und als Kampfbegriff, geprägt u.a. von einem von missionarischem Eifer getragenen Christentum. Mit seinem Aufstieg zur „Weltreligion“ wurden weitere „Weltreligionen“ „entdeckt“ oder geschaffen. Ist der Kapitalismus eine von ihnen?

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Hanns Wienold

Hanns Wienold, geb. 1944, Dr. sc. pol., geb. 1944; von 1974 bis 2010 Professor für Soziologie und Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Münster; empirische Forschungen u.a. zur politischen Erwachsenenbildung der Gewerkschaften, zur Industriesoziologie und Kinderarbeit in Deutschland. Langjährige Feldforschungen und Forschungsaufenthalte in Südasien (Pakistan/ Indien) und in Lateinamerika.