Politische Ökonomie internationaler Investitionsabkommen: Diskurs und Forum-Shifting der EU

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Antje Schultheis ISBN: 978-3-89691-868-0 309 Seiten Preis: 29,90 € Erschienen: 2010
Die diskursiven und politischen Praktiken der EU untersucht Antje Schultheis am Beispiel von drei Verhandlungsprozessen: dem gescheiterten Multilateralen Investitionsabkommen auf OECD-Ebene (MAI), den abgebrochenen Investitionsverhandlungen in der Welthandelsorganisation und den Investitionsbestimmungen innerhalb der regionalen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen, den EPAs. Angesichts des mehrmaligen Scheiterns der Verhandlungen stellt sich die Frage, aus welchen Gründen die EU weiterhin ambitioniert das Ziel eines umfassenden Investitionsschutzes verfolgt.

Antje Schultheis arbeitet heraus, wie die EU mithilfe von strategischen Story Lines (Hajer) versucht, den durch internationale Investitionsabkommen verbesserten Marktzugang als hegemonialen Konsens zu vermitteln. Dabei bettet die Europäische Kommission ihr Marktzugangsinteresse in eine entwicklungspolitische und eine Multilateralismus-Story Line ein. Durch die Strategie des Forum-Shiftings (Braithwaite/Drahos) wird den entsprechenden Interessen auch in anderen Foren und Verhandlungen der Weg bereitet. Zur Veranschaulichung der machtpolitischen Praktiken der EU und der Wirkung der Story Lines fokussiert diese Studie die EPA-Verhandlungen mit Ghana.



"umfassend und informativ und eine sehr empfehlenswerte Lektüre für alle, die an der Genese von Weltwirtschafts- und Weltmarktstrukturen wirklich interessiert sind"

http://epo-mediawatch.blogspot.com/2011/01/entwicklungspolitischer-wiederganger.html

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Antje Schultheis

Antje Schultheis, geb. 1976, studierte Politikwissenschaften, Soziologie und Germanistik und promovierte an der Universität in Kassel. Sie arbeitete für verschiedene NGOs im handels- und entwicklungspolitischen Bereich, aktuell für das Global Policy Forum Europe und ist Mitautorin verschiedener Studien zu Ghana, den EPAs sowie den Auswirkungen der Finanzkrise auf den globalen Süden. Auslandsaufenthalte in Ghana und Bangladesch prägten ihre Forschungsperspektive.