Postfordistische Naturverhältnisse

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Konflikte um genetische Ressourcen und die Internationalisierung des Staates
mit Beiträgen von Karin Blank, Joachim Hirsch und Markus Wissen

Ulrich Brand, Christoph Görg (Hrsg.) ISBN: 978-3-89691-540-5 Preis: 24,80 € Erschienen: 2003 262 Seiten
Neue Technologien und damit verbundene Industriezweige treiben die Privatisierung der Natur voran, provozieren aber auch neue Formen des Protests und des Widerstands. Zur Regulierung dieser Konflikte hat sich in den letzten Jahren ein sehr komplexes Netzwerk internationaler Regulation herausgebildet, bei dem internationale Umweltkonventionen mit Abkommen zur Handelsliberalisierung kollidieren und beide wiederum in einem widersprüchlichen Verhältnis zu nationalen, regionalen und lokalen Problem- und Politikebenen stehen. Dieses Netzwerk ist paradigmatisch dafür, welche Konflikte und welche Formen der internationalen Regulation mit der neuen, postfordistischen Stufe kapitalistischer Vergesellschaftung verbunden ist, die oftmals oberflächlich als Globalisierung etikettiert wird. Es lässt sich daran aber auch exemplarisch die Herausbildung einer neuen Form globaler Herrschaft nachzeichnen, die als "Internationalisierung des Staates" begriffen werden kann."Empirisch am Ball der aktuellen Entwicklungen und theoretsisch fundiert hinterfragt diese Analyse der Biodiversitätspolitik die Ausgangspunkte üblicher politischer und wissenschaftlicher Debatten und ist damit in der entsprechenden Forschungslandschaft einmalig."Corinna Heinecke Das Argument
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Christoph Görg

Christoph Görg, Dr. phil.habil., geb. 1958, Professor für politikwissenschaftliche Umweltforschung an der Universität Kassel, zudem Leiter des Departments für Umweltpolitik am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, er forscht zu Themen der politischen Soziologie (Staat, soziale Bewegungen, NROs), der Umweltsoziologie und der Regulationstheorie, dazu zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. Gesellschaftliche Naturverhältnisse und (zus. mit R. Roth Hrsg.) Kein Staat zu machen, Münster 1998, zuletzt Regulation gesellschaftlicher Naturverhältnisse. Zu einer kritischen Theorie der ökologischen Krise, Münster 2003.

Ulrich Brand

Ulrich Brand, geb. 1967, Professor für Internationale Politik an der Universität Wien, studierte Tourismus in Ravensburg und Politikwissenschaft in Frankfurt/Main, Berlin und Buenos Aires. Er gehört dem wiss. Beirat von Attac Deutschland an und ist aktiv im Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft der Bundeskoordination Internationalismus (BuKo). Zudem ist er Mitglied der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG). Aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind Critical State and Govenance Studies, Umwelt- und Ressourcenpolitik sowie Lateinamerika. Er ist Mitglied der internationalen Forschungsgruppe “Ressourcenextraktivismus und Alternativen zu Entwicklung”, die vom Anden-Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung koordiniert wird, Mitglied der Enquete-Kommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität” des Deutschen Bundestages, Mitglied des Organisationskomittees des International Congress of Americanists, der im Juli 2012 in Wien stattfinden wird. Zuletzt erschien im Verlag Westfälisches Dampfboot Globale Umweltpolitik und Internationalisierung des Staates Münster 2010.