Zwischen Ignoranz und Inszenierung

Die Bedeutung von Mythos und Geschichte für die Gegenwart der Nation

2. Auflage

Henning Fischer, Uwe Fuhrmann, Jana König, Elisabeth Steffen, Till Sträter ISBN: 978-3-89691-897-0 205 Seiten Preis: 19,90 € Erschienen: 2015
Der Band fragt nach der Funktionalisierung der Vergangenheit für die Politik der Gegenwart. Ausgangspunkt ist eine Kritik der aktuellen Konjunktur des Begriffs der „Erinnerung“, der die Vorstellung eines unmittelbaren und authentischen Bezugs auf Vergangenheit suggeriert. Die AutorInnen betonen demgegenüber den politischen Charakter von Vergangenheitsbezügen und rücken so die Bedeutung gegenwärtiger Machtverhältnisse in den Fokus. Sie liefern eine kritische Analyse des hegemonialen geschichtspolitischen Umgangs mit ausgewählten Aspekten der deutschen und spanischen Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Zugleich loten sie Möglichkeiten einer kritisch-emanzipatorischen Annäherung an Vergangenheit aus, die sich einer Inventarisierung im 'Museum der Herrschenden' verweigert.

Inhaltsverzeichnis



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Henning Fischer

Henning Fischer, geb. 1981, lebt sehr gerne in Berlin und hat dort Geschichte, Politik und Geschichte und Gesellschaft Südasiens studiert. Momentan arbeitet er an einer Dissertation zur Geschichte der Lagergemeinschaft der Überlebenden des Konzentrationslagers Ravensbrück, außerdem interessiert er sich für die Erkenntniskritik der Geschichtswissenschaften. 2011 erschien 'Erinnerung' an und für Deutschland. Dresden und der 13. Februar 1945 in der Berliner Republik.

Uwe Fuhrmann

Uwe Fuhrmann, geb. 1979, hat Geschichte, Soziologie und Erziehungswissenschaften studiert und lebt in Berlin. Irgendwann früher hat er mal Schreiner gelernt. Er untersucht momentan den Einfluss von Protesten im Jahr 1948 auf die Entstehung der Sozialen Marktwirtschaft (Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung). Er veröffentlicht darüber hinaus zum Thema Austromarxismus.

Jana König

Jana König studiert derzeit im Master-Programm Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind politische Ökonomie, Geschichts- und Vergangenheitspolitiken und Nationalismuskritik. Darüber hinaus ist sie in der Bildungsarbeit zur Aufarbeitung des Nationalsozialismus tätig. Gemeinsam mit Elisabeth Steffen arbeitet sie derzeit an einem Forschungs- und Ausstellungsprojekt zum Thema "Migrantische und anti-rassistische Perspektiven auf den Mauerfall und die 'Wiedervereinigung' – gestern und heute".

Elisabeth Steffen

Elisabeth Steffen, geb. 1985, studierte Sozial- und Kulturanthropologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zudem war sie lange Zeit in der politischen Bildungsarbeit tätig. Derzeit absolviert sie das Master-Programm der Europäischen Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschichts- und Vergangenheitspolitiken, Postsozialismus und Urban Studies.

Till Sträter

Till Sträter, geb. 1980, lebt in Berlin und hat Politikwissenschaften an der FU Berlin studiert. Seine Themenschwerpunkte sind Lateinamerikastudien, Soziale Bewegungen, Geschichts- und Vergangenheitspolitik und Aufarbeitung des Nationalsozialismus. Derzeit arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem Institut für Praxisforschung zu den Themen Rechtsextremismus, Migration und Zivilgesellschaft.