Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen

Eine radikale Kapitalismuskritik

7. Auflage

Elmar Altvater ISBN: 978-3-89691-627-3 240 Seiten Preis: 14,90 € Erschienen: 2011
Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen - es sei denn durch "äußere Anstöße von extremer Heftigkeit" und eine "glaubwürdige Alternative im Innern". Dieser Einschätzung des französischen Historikers Fernand Braudel folgt Elmar Altvater in seinem nunmehr in siebter Auflage erschienenen Buch. Die Dynamik der modernen Gesellschaften verdankt sich der "Dreifaltigkeit" von europäischer Rationalität der Weltbeherrschung, kapitalistischen sozialen Formen und fossilen Energien. Dies ist die Grundlage der "geo-ökonomischen" Globalisierung und des "geopolitischen" neuen Imperialismus, einer Allianz von marktgläubigem Neoliberalismus und auf militärische Macht setzendem Neokonservativismus. Doch ist der Kapitalismus nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte sind für wachsende Ungleichheit, ja für Armut und Elend in der Welt verantwortlich. Dass die Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie ein äußerer Anstoß von besonderer Heftigkeit ist, haben die Hurrikane Katrina und Rita zu Bewusstsein gebracht: Eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen aber "glaubwürdige Alternativen" heran: Die Ansätze einer "solidarischen Ökonomie" und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende.

Inhaltsverzeichnis

Rezension aus: DIE ZEIT

Rezension aus: Das Parlament
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Elmar Altvater

Elmar Altvater, Dr. oec. publ., (1938 - 2018) Professor em. für Politikwissenschaft an der FU-Berlin und lange Jahre Redaktionsmitglied der PROKLA. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen zur Frage der kapitalistischen Entwicklung, zur Staatstheorie, zur Entwicklungspolitik, Schuldenkrise und zum Zusammenhang von Ökonomie und Ökologie erschienen im Verlag Westfälisches Dampfboot
Der Preis des Wohlstands, 1992,
Gewerkschaften vor der europäischen Herausforderung, 1993,
Die Zukunft des Marktes, 1997,
zusammen mit Michael Heinrich, Rolf Hecker und Patra Schaper-Rinkel Kapital.doc, 1999,
mit Markus Haake, Heike Walk und Achim Brunnengräber Vernetzt und verstrickt, 2000
zusammen mit Birgit Mahnkopf: Gewerkschaften vor der europäischen Herausforderung, 1993 und
Grenzen der Globalisierung, 1996, 4. völlig überarb. und erweiterte Auflage 1999, 7. Auflage 2007 sowie
Globalisierung der Unsicherheit. Arbeit im Schatten, Schwarzes Geld und informelle Politik, 2002
und
Konkurrenz für das Empire, 2007;
zudem verfasste er Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen, 2005, 7. Auflage 2011 sowie
Der große Krach, 2010.