Das Subjekt - zwischen Krise und Emanzipation

im Auftrag der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung in Zusammenarbeit mit der Loccumer Initiative

Alex Demirovic, Christina Kaindl, Alfred Krovoza (Hrsg.) ISBN: 978-3-89691-771-3 176 Seiten Preis: 15,90 € Erschienen: 2010
Was bleibt vom Subjekt in gegenwärtigen Gesellschaften? Wird es doch in vielfacher Weise in neue kapitalistische Verhältnisse eingepasst, unterworfen und reorganisiert. Als unternehmerisches, digitalisiertes, rassifiziertes, medialisiertes, flexibilisiertes, prekarisiertes Individuum scheint es zu erodieren, zu verschwinden oder sich in multiple Elemente aufzulösen. Gleichzeitig aber wird ein Anwachsen von Autonomieansprüchen beobachtet. Kann das Subjekt also überhaupt noch Ausgangs- und Zielpunkt politisch-emanzipatorischen Handelns sein? Finden sich in ihm noch Potenziale für Freiheit? Und können Psychoanalyse, Kritische Psychologie, Gouvernementalitätsstudien oder anthropologische Ansätze diese Veränderung in der inneren Organisation des Individuums überhaupt noch fassen – oder müssen sie selbst historisiert werden? Die AutorInnen aus der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung und der Loccumer Initiative diskutieren anhand dieser Fragen die Paradoxie der aktuellen Situation, in der die vielen Beobachtungen zur Wandlung von Subjektivität kaum noch der Entwicklung und der Funktion von Subjektivität selbst entsprechen.



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Alex Demirovic

Alex Demirović, geb. 1952, ist Senior Fellow der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Mitglied des Redaktionsbeirats von PROKLA und Redationsmitglied bei LuXemburg. Arbeitsschwerpunkte: Demokratie- und Staatstheorie, kritische Theorie der Gesellschaft, Intellektuelle, Bildung und Wissen. Neuere Veröffentlichungen im Westfälischen Dampfboot: Hrsg. von Transformation der Demokratie - demokratische Transformation (2016) und zusammen mit Mario Candeias von Europe, what’s left? Die europäische Union zwischen Zerfall, Autoritarismus und demokratischer Erneuerung, (2017), von Wirtschaftsdemokratie (2018) sowie gemeinsam mit Susanne Lettow und Andrea Maihofer Emanzipation. Zur Aktualität eines politischen Begriffs (2019).

Christina Kaindl

Christina Kaindl, geb. 1971, Diplom-Psychologin, promoviert an der FU Berlin zu Neoliberalismus und Rechtsextremismus. Lehrbeauftragte der FH Stendal, Mitglied der Redaktion „Das Argument” und freie Mitarbeiterin der Rosa Luxemburg Stiftung. Arbeitsschwerpunkte: Kritische Psychologie, Rechtsextremismus, Produktions- und Lebensweisen, Emotionen, Subjekttheorien.

Alfred Krovoza

Alfred Krovoza, Dr. phil., apl. Prof., Hochschuldozent an der Leibniz-Universität Hannover, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie. Arbeitsgebiete: analytische Sozialpsychologie, Politische Psychologie und Anwendungen der Psychoanalyse.