Entsorgung der Sorge NEU!

Geschlechterhierarchien im Spätkapitalismus

Anna Hartmann ISBN: 978-3-89691-260-2 225 Seiten Preis: 25,00 € Erschienen: 2020
Trotz jahrzehntelanger Kämpfe um (geschlechter-)gerechte Sorge-Verhältnisse, ist die Frage der Sorge bis heute ungelöst. Anna Hartmann untersucht diesen Sachverhalt aus einer doppelten Perspektive. Feministisch-ökonomische Ansätze eröffnen den Blick auf das Verhältnis von Sorge und Ökonomie, während psychoanalytisch-subjekttheoretische Ansätze den Zusammenhang von Sorge, Subjekt und Geschlecht offenlegen. Die von Hartmann ins Zentrum gestellte Rekonstruktion feministisch-ökonomischer Sorge-Theorien (von Hausarbeits- bis Care-Debatte) zeigt eine theoretische Leerstelle: Sorge wurde bislang kaum bezüglich ihre psychischen und subjektiven Seite gedacht. Damit wurde die Bedeutung der Angewiesenheit der in Sorge involvierten Subjekte für die Ausgestaltung der Sorge- und Geschlechterverhältnisse sowohl politisch als auch wissenschaftlich vernachlässigt.

Die Untersuchung des strukturellen Zusammenhangs von Sorge, Ökonomie, Subjekt und Geschlecht erweitert Hartmann um eine Gegenwartsanalyse der Sorge. Die gegenwärtige sozio-ökonomische Konstellation der Sorge zeichnet sich durch eine ‚Entsorgung der Sorge‘ aus. Emanzipatorische Sorge-Verhältnisse setzen, so Hartmanns Konklusion, einen veränderten individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit dem Umstand voraus, dass wir auf andere angewiesen sind, die für uns Sorge tragen.

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Anna Hartmann

Anna Hartmann, geb. 1983, Sozialwissenschaftlerin, derzeit wiss. Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft an Universität Wuppertal (Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung). Arbeitsschwerpunkte: Feministische Theorie, Care-Ökonomie, französische Psychoanalyse, sexuelle Bildung in Schule und Lehrberuf.