Entsorgung der Sorge NEU!

Anna Hartmann

ISBN: 978-3-89691-260-2

225 Seiten

Preis: 25,00 €

Erschienen: 2022


Geschlechterhierarchie im Spätkapitalismus
2. Auflage

"besticht durch die systematisch stringente Herangehensweise und die geschickte Ent- und Verflechtung von Feminismus, Ökonomie und Psychoanalyse" - Dolores Zoé Bertschinger in: WIDERSPRUCH 76

Trotz jahrzehntelanger Kämpfe um (geschlechter-)gerechte Sorge-Verhältnisse, ist die Frage der Sorge bis heute ungelöst. Anna Hartmann untersucht diesen Sachverhalt aus einer doppelten Perspektive. Feministisch-ökonomische Ansätze eröffnen den Blick auf das Verhältnis von Sorge und Ökonomie, während psychoanalytisch-subjekttheoretische Ansätze den Zusammenhang von Sorge, Subjekt und Geschlecht offenlegen. Die von Hartmann ins Zentrum gestellte Rekonstruktion feministisch-ökonomischer Sorge-Theorien (von Hausarbeits- bis Care-Debatte) zeigt eine theoretische Leerstelle: Sorge wurde bislang kaum bezüglich ihre psychischen und subjektiven Seite gedacht. Damit wurde die Bedeutung der Angewiesenheit der in Sorge involvierten Subjekte für die Ausgestaltung der Sorge- und Geschlechterverhältnisse sowohl politisch als auch wissenschaftlich vernachlässigt.

Die Untersuchung des strukturellen Zusammenhangs von Sorge, Ökonomie, Subjekt und Geschlecht erweitert Hartmann um eine Gegenwartsanalyse der Sorge. Die gegenwärtige sozio-ökonomische Konstellation der Sorge zeichnet sich durch eine ‚Entsorgung der Sorge‘ aus. Emanzipatorische Sorge-Verhältnisse setzen, so Hartmanns Konklusion, einen veränderten individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit dem Umstand voraus, dass wir auf andere angewiesen sind, die für uns Sorge tragen.

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

"Die Stärke des Buches liegt in der pointierten Zusammenfassung der feministischenÖkonomiekritik sowie der feministischen Psychoanalyse und deren theoriegeleiteterVerknüpfung." Friederike Beier in: FEMINA POLITICA 1/2021

Anna Hartmann

Anna Hartmann, geb. 1983, Sozialwissenschaftlerin, derzeit wiss. Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft an Universität Wuppertal (Allgemeine Erziehungswissenschaft/Theorie der Bildung). Arbeitsschwerpunkte: Feministische Theorie, Care-Ökonomie, französische Psychoanalyse, sexuelle Bildung in Schule und Lehrberuf.