Episoden sozialer Ausschließung

Definitionskämpfe und widerständige Praktiken

Ellen Bareis, Christian Kolbe, Marion Ott, Kerstin Rathgeb, Christian Schütte-Bäumner (Hrsg.) ISBN: 978-3-89691-926-7 366 Seiten Preis: 34,90 € Erschienen: 2013
Die Auseinandersetzung mit Sozialer Ausschließung – verstanden als verweigerter Zugang zu gesellschaftlich erzeugten Ressourcen und einer zumindest erschwerten Teilnahme an Gesellschaft – inspirierte in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Studien in unterschiedlichen Disziplinen. Bezogen sich die Analysen zunächst auf die strafenden Institutionen, traten später Auseinandersetzungen mit Alltagspraktiken und mit helfenden Institutionen hinzu. Mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Aktualisierung von Herrschaftskritik und Kämpfen um eine möglichst selbstbestimmte Lebensweise untersuchen die Beiträge die Transformationen der Institutionen „Verbrechen und Strafe“ und „Schwäche und Fürsorge“. Sie reflektieren diese theoretisch und in Material-Interpretationen. Zudem diskutieren sie unter Einbezug kriminal- und sozialpolitischer Dimensionen sozialer Ausschließung aktuelle Debatten über den gegenwärtigen „Wohlfahrtsstaat“. Dabei thematisieren sie auch Formen der Gegenwehr, widerständige Praktiken im alltäglichen Eigensinn der Leute im Sinne einer Perspektive from below.

Inhaltsverzeichnis
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Ellen Bareis

Ellen Bareis, Dr. phil., Professorin mit dem Schwerpunkt „Gesellschaftliche Ausschließung und Partizipation“ an der Hochschule Ludwigshafen, studierte Gesellschaftswissenschaften in Frankfurt am Main; Themenschwerpunkte: Transformationen des Städtischen, Alltag und soziale Kämpfe, Produktion des Sozialen, Organisationsforschung, (Nicht-)Nutzungsforschung.

Christian Kolbe

Christian Kolbe, geb. 1966 hat Sozialarbeit und Soziologie in Frankfurt am Main studiert und arbeitet als wiss. Mitarbeiter am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und am Institut für Stadt- und Regionalentwicklung der Fachhochschule Frankfurt am Main.

Marion Ott

Marion Ott, geb. 1973 ist Erziehungswissenschaftlerin in Frankfurt am Main. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Kerstin Rathgeb

Kerstin Rathgeb, Dr. phil., geb. 1967, hat Sozialwissenschaften in Frankfurt am Main studiert. Sie arbeitet als Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Evangelischen Hochschule Darmstadt.

Christian Schütte-Bäumner

Christian Schütte-Bäumner, geb. 1969 ist Erziehungswissenschaftler in Frankfurt am Main. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt Transdisziplinäre Professionalität in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung an der Hochschule RheinMain Wiesbaden.