Kollektives Handeln in sozialen Berufen NEU!

Zur Perspektive der Beschäftigten

André Heinz ISBN: 978-3-89691-065-3 279 Seiten Preis: 30,00 € Erschienen: 2021
Der SAGE-Sektor – Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung – ist in den vergangenen 20 bis 30 Jahren einem rasanten Umbruch unterworfen. Dabei haben sich die Machtressourcen der Beschäftigten deutlich zu ihren Gunsten verschoben (z. B. anhaltender Fachkräftemangel); und erste wichtige gewerkschaftliche Organisationserfolge zeigen sich in Form der zunehmenden Arbeitskämpfe in diesen Bereichen. In der politischen Arena stehen die Beschäftigten jedoch trotz dieser Entwicklungen weitestgehend ohne durchsetzungsfähige Interessenvertreter:innen dar.

André Heinz nimmt mit der vorliegenden Untersuchung die Perspektive der mehrheitlich weiblichen Beschäftigten in diesen Bereichen in den Blick. Vor dem Hintergrund der zentralen Theorien für kollektives Handeln analysiert er die Einstellungs- und Wahrnehmungsmuster der Fachkräfte. Seine Befunde zeigen ein großes Mobilisierungspotenzial für das kollektive Interessenhandeln. Zentrale Handlungsaufgaben für die Gewerkschaften und berufspolitischen Organisationen sieht er in der Herstellung von Kommunikation und Ansprache sowie egalitärer Machtverhältnisse in den Entscheidungsstrukturen. Als besondere Hürde zeigt er zudem, dass die mentale Verhaftung vieler Beschäftigter in tradierten Vorstellungen die kollektive Selbstermächtigung blockiert.

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André Heinz

André Heinz studierte Soziale Arbeit in Berlin und promovierte im Fachbereich Soziologie an der FU Berlin. Sein Forschungsschwerpunkt ist die kollektive Interessenorganisation im SAGE-Sektor. Für die Gewerkschaften war er viele Jahre am Institut DGB-Index Gute Arbeit tätig. Es ist ihm ein großes Anliegen, die politische Emanzipation und das Empowerment der Beschäftigten in den sozialen Berufen zu unterstützen.