Von Ein- und Ausschlüssen in Europa NEU!

Eine ethnographische Studie zu EU-Migration und Wohnungslosigkeit in Deutschland

Marie-Therese Haj Ahmad ISBN: 978-3-89691-078-3 ca. 250 Seiten Preis: ca. 25,00 € Erschienen: 2022
Marie-Therese Haj Ahmad wendet sich in ihrer ethnografischen Studie der Schnittstelle von innereuropäischer Migration und Wohnungslosigkeit zu. Dabei stehen Fragen nach transnationalen sozialen Rechten ebenso im Fokus wie die sozialarbeiterische Praxis in diesem Handlungsfeld. Die Leser*innen begleiten eine fiktive Figur an verschiedene Orte, die für wohnungslose EU-Bürger*innen relevant sind: ein Sozialamt, eine Arztpraxis für wohnungslose Menschen sowie ein Tagesaufenthalt für wohnungslose Menschen. Dort werden sie Zeug*innen der Aushandlungen und Kämpfe um (soziale) Rechte, Anerkennung und soziale Gerechtigkeit. In ihnen scheint die gewaltvolle Geschichte Europas auf, die sich bis heute in binneneuropäischen Differenzierungen und Ausgrenzungen fortsetzt. Rassismus, Antislawismus und Klassismus prägen den Alltag wohnungsloser Unionsbürger*innen. Zugleich wird deutlich, dass Soziale Arbeit zwar Teil des innereuropäischen Grenzregimes ist, aber auch widerständig darin wirken kann. So zeigt die Studie schließlich, wie die Praxis der innereuropäischen Migration das Narrativ eines homogenen EU-Europas als Ort der Gleichheit und der Menschenrechte in Frage stellt.
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Marie-Therese Haj Ahmad

Marie-Therese Haj Ahmad ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS) e.V. in Bremen. Sie studierte u.a. Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession in Berlin und promovierte am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen Armut und Wohnungslosigkeit, Profession Sozialer Arbeit sowie kritische Migrations- und Europäisierungsforschung.