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Verlag WESTFÄLISCHES DAMPFBOOT |

Allerkamp, Andrea; Raulet, Gérard (Hrsg.);
Die kulturwissenschaftliche Wende ist nicht unumstritten. Skeptiker zweifeln in der Regel an der epistemologischen Verbindlichkeit, die man offenen Begriffen wie Kultur oder Bildung beimessen kann. Schließt doch der Anspruch auf eine Erkenntnis, die sich ständig selbst zu überschreiten sucht, eine wissenschaftskritische Haltung mit ein. Haben die Kulturwissenschaften seit ihren ersten Ursprüngen wirklich zur Entstehung eines neuen Kulturbegriffs und einer szienzia nuova beigetragen? Unter kritischer Bezugnahme auf namhafte Vertreter wie Tönnies, Weber und Simmel oder Cassirer diskutieren die Beiträge des Bandes die kulturalistische (Re)Orientierung seit den historischen Kulturwissenschaften in Europa bis zu den Pluralisierungen und Transformationen der achtziger Jahre; die Differenzierung des Kulturbegriffs und die damit verbundenen nationalen Theoriebildungen sowie die entscheidende Frage, ob aktuelle kulturwissenschaftliche Ansätze wie das Raumparadigma ihr Versprechen einhalten können, soziale und kulturelle Spannungen gleichermaßen zu berücksichtigen.
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