Kritik als demokratische Praxis
Kritik und Politik in Kritischer Theorie und feministischer Theorie
Kritische Gesellschaftstheorien eint gemeinhin der Anspruch, herrschaftskritisch und an der Entfaltung von Emanzipationsmöglichkeiten orientiert zu sein. In diesem Sinne sind sie immer auch politisch. Doch wie sind die Bezugnahmen auf 'Kritik' und 'Politik' im Selbstverständnis kritischer Gesellschaftstheorien jeweils zu verstehen? Am Beispiel Kritischer Theorie und feministischer Theorie untersucht Tina Jung den politischen Gehalt von Kritikkonzeptionen. Dabei fragt sie nach den Potenzialen und Herausforderungen, die sich daraus für gegenwärtige, kritisch-feministische Theoriebildung im Sinne einer von ihr so bezeichneten Kritik als demokratischer Praxis ergeben.
Über die Autor:innen
Tina Jung, geb. 1979, Dr. phil., Politikwissenschaftlerin, promovierte im interdisziplinären Graduiertenkolleg "Geschlechterverhältnisse im Spannungsfeld von Arbeit, Organisation und Demokratie" an der Philipps-Universität Marburg. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen/Arbeitsstelle Gender Studies.